BGPP 2011

Bürgerinnen und Bürger in Bayern setzen sich ein für mehr Gesundheit in ihrer Lebenswelt – mit innovativen Ideen, beispielhaften Aktivitäten und großem Engagement. Das zeigt der Wettbewerb um den Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis 2011, für den am 6. Dezember die Preise vergeben wurden.

55 Projekte aus allen bayerischen Regierungsbezirken hatten sich um die Auszeichnung beworben, die gemeinsam von der LZG und dem Bayerischen Gesundheitsministerium verliehen wird. Drei Preise waren zu vergeben, sieben weitere Projekte erhielten Belobigungen der Jury. Verliehen wurde außerdem ein Sonderpreis "Männergesundheit".

Die jährliche Ausschreibung zum BGPP ist eine gute Gelegenheit, haupt- und ehrenamtlich an Präventionsprojekten beteiligte Bürger die Möglichkeit zum Dialog in der Öffentlichkeit zu geben und soziale Anerkennung zu verleihen. Der in diesem Jahr zum zehnten Mal vergebene Preis zeigt kreative Reaktionen und Lösungen auf lokale Gesundheitsrisiken, oft vorbildlich im Sinne Guter-Praxis-Beispiele.

Prof. Dr. Johannes G. Gostomzyk, Vorsitzender der LZG

Gruppenfoto der BGPP-Preisträger 2011

Der LZG-Vorsitzende Prof. Johannes Gostomzyk (re.) überreichte die Auszeichnungen an Bürgermeister Gerhard Press und Christine Weiss, Vertreter der Stadt Rödental (2. Preis), Anna Göppl und Susanne Autengruber ("Mädchen an den Ball", 1. Preis), Wolfgang Heidner-Ziebell (Sonderpreis Männergesundheit), Georg Anagnostopoulos und Benjamin Grünbichler ("logout", 3. Preis); in der Bildmitte Landesarzt Dr. Andreas Zapf, der das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit vertrat.

Die Preisträger

1. Preis: Mädchen an den Ball

LILALU e.V., München,
in Kooperation mit der Philipp Lahm-Stiftung

Förderung von Integration und Gesundheit durch Teamsport: 150 Mädchen aus unterschiedlichen Kulturen trainieren an sechs Standorten in München gemeinsam Fußball auf Vereinsniveau, kostenfrei und angeleitet von weiblichen Trainerinnen. Besonderer Wert wird auf Einbindung von Mädchen gelegt, die sonst keine Gelegenheit haben, außerschulische Sportangebote wahrzunehmen.

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2. Preis: Wie eine ganze Stadt daran arbeitet, dass ihre Senioren so lange wie möglich zu Hause bleiben können

Stadt Rödental

Eine vorbildliche gesundheitsförderliche Kommunalpolitik, die Entwicklung des Ehrenamtes und die besondere Förderung der Teilhabe älterer Menschen kennenzeichnen die Prävention und Versorgung für Hochbetagte in der oberfränkischen Stadt Rödental. Der Aufbau einer seniorengerechten Infrastruktur gehört ebenso dazu wie die "Häuslichen Hilfen" durch geschulte Laien, die Hochaltrigen "mit Herz und Hand" zur Seite stehen, die Ausbildung Ehrenamtlicher im Seniorensport und viele weitere Aktivitäten.

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3. Preis: logout – Präventive Interventionen zur Vorbeugung übermäßiger Nutzung neuer Medien

neon – Prävention und Suchthilfe Rosenheim gGmbH

Computer und das Internet sind Leitmedien der heranwachsenden Generation. Ihr nicht mehr wegzudenkender Gebrauch im Privat- und Berufsleben stellt auch neue Herausforderungen an die Gesundheitsförderung. logout will negativen Folgen einer übermäßigen Nutzung insbesondere von Spielen und sozialen Netzwerken im Internet vorbeugen: Ein innovatives Beratungsangebot für Jugendliche, Eltern und Multiplikatoren.

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Sonderpreis Männergesundheit für das Projekt "Mann und Gesundheit"

Arbeitskreis der Gemeinsamen Gesundheitskonferenz der Stadt Erlangen und des Landkreises Erlangen-Höchstadt
Sozialer Beratungsdienst im Gesundheitsamt Erlangen-Höchstadt

Seit 2005 bietet der Arbeitskreis bietet ein Forum, bei dem sich Männer aller Altersgruppen über gesundheitsrelevante Themen informieren und diskutieren können. Dabei werden im Sinne der ganzheitlichen Gesundheitsförderung nicht nur körperliche, sondern auch seelische und sozialen Aspekten von Gesundheit berücksichtigt.

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Belobigungen der Jury

Paul ganz unten

Entwicklung und Evaluation einer in Deutschland einzigartigen Aufklärungsbroschüre für 13- bis 17-Jährige zur Depression im Kindes- und Jugendalter. Sie soll Wissen vermitteln, Vorurteile abbauen und die Annahme professioneller Hilfe fördern.

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der LMU München

Fürstenfelder Gesundheitstage

Eine Veranstaltung mit generationsübergreifender Resonanz und tiefer Reichweite in die Bevölkerung der Region, die zudem nachhaltig etablierte Projekte zur Gesundheitsförderung im Landkreis angeregt haben.

Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Fürstenfeldbruck

Aktiv im Alter

Ein Seniorenstadtplan der Landeshauptstadt München für die Stadtteile Obergiesing, Untergiesing und Harlaching - Orientierungshilfe für die wohnortnahe Alltagsmobilität älterer Menschen. Mobilität unterstützt den Erhalt der physischen und psychischen Gesundheit.

Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt, Abteilung Gesundheitliche Vorsorge und Prävention

FamilienBande – Was geht ab?

Familie im Zentrum präventiver Maßnahmen – Ermutigende Förderung der Kompetenzen von Eltern in der Suchtprävention. Ein grenzüberschreitendes Projekt der Caritas-Fachambulanzen im Berchtesgadener Land und in Traunstein gemeinsam mit Akzente Salzburg

Caritas-Fachambulanz Bad Reichenhall

Gesunde Hochschule

Etablierung von Gesundheitsförderung im Prozess der Organisationsentwicklung von Hochschulstrukturen: Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements für Studierende und Beschäftigte an der Hochschule Coburg. „Gesunde Hochschule werden, sein und gemeinsam leben“ als Querschnittaufgabe und Entwicklungsprozess für Studierende und Beschäftigte

Hochschule Coburg

Beim Sex pfeift kein Schiri

AIDS-Prävention von Jugendlichen für Jugendliche - Mutiges Engagement junger Sportlerinnen und Sportler für die Vorbeugung von HIV-Infektionen

Aidsberatung Oberfranken und B-Jugend des Fußballvereins JFG Bayreuth West

Übungsnachmittag für Rollator und Scooter

Eine Junior-Senior-Partnerschaft zwischen Mehrgenerationenhaus und Volksschule Mainleus - Ein erfolgreiches Angebot für ein freiwilliges soziales Praktikum für Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe, um unmittelbar die Befindlichkeit und die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu erleben

Mehrgenerationenhaus Mainleus

Zur Teilnahme am Wettbewerb um den BGPP 2011 eingeladen waren Städte und Kommunen, Gesundheitsämter, Schulen und Kindergärten, Initiativen, Vereine, Firmen, Verbände und auch Einzelpersonen aus Bayern.

Eingereicht werden konnten Projekte, die sich mit Gesundheitsförderung und Prävention befassen, in Bayern entwickelt und realisiert wurden und deren Projektende nicht länger als 18 Monate zurücklag. Eine Fachjury beurteilte alle eingereichten Projekte nach Aktualität, Originalität der Projektidee, methodischer Umsetzung und Hinweisen zur Nachhaltigkeit.

Die ersten drei Projekte der Rangliste sowie in beispielhaftes Projekt zum Thema Männergesundheit erhielten Geldpreise:
1. Preis 3.500 €, 2. Preis 2.500 €, 3. Preis 1.500 €
Sonderpreis Männergesundheit 2.500 €