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Bürger bewegen Bürger

Wie gelingt es, ältere Menschen für mehr Bewegung zu gewinnen? Das Zentrum für Bewegungsförderung geht dieser Frage mit einem Fachgespräch im Wohnprojekt am Münchner Ackermannbogen weiter nach. Vorgestellt werden Konzepte, Angebote und Projekte, die zahlreiche Anregungen für die Praxis geben.

Das Fachgespräch schließt an die Tagung im Februar an, die unter dem Titel „Körperlich bewegen und sozial aktiv. Die Zeit nach dem Berufsleben“ die vielfältigen positiven Wirkungen von Bewegung im Alter diskutiert hatte.

Bürger bewegen Bürger
Erfahrungen zur nachbarschaftorientierten Bewegungsförderung

Fachgespräch im Neubaugebiet Ackermannbogen, München

10. November 2011

Programm

09:30 Anmeldung und Begrüßungskaffee
10:00 Grußworte
Heidrun Eberle, NachbarschaftsBörse Ackermannbogen
  Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. med. Johannes Gostomzyk, LZG
10:00 Entstehung und Struktur des Wohnprojektes wagnis eG und des Nachbarschaftsvereins Ackermannbogen e.V.
Günter Hörlein, Projektgruppe „Älter werden am Ackermannbogen“
Heidrun Eberle, Nachbarschaftsbörse Ackermannbogen
11:00 Älter werden am Ackermannbogen
Günter Hörlein, Projektgruppe „Älter werden am Ackermannbogen“
11:20 Fitness für Frauen - Ein Mitmach Angebot am Ackermannbogen
Tofah Hamad, Ackermannbogen
11:30 Erfahrungsberichte der Bewohner
Erfahrungsbericht I: Konstanze Hirt, Ackermannbogen
Erfahrungsbericht II: Hella Schmedes
12:00 Mittagspause
12:45 Besichtigung des Quartiers
Dr. Christl Karnehm, Ackermannbogen
13:45 "Mensch beweg dich - Bewegung ist Leben"
Heinz Roller, Alten- und Pflegeheim St. Georg, Schrobenhausen
14:30 Kaffeepause
14:45 Die beSITZbare Stadt - Öffentlicher Raum und individuelle Sicherheit
Prof. Bernhard Meyer, Griesheim
15:15 Zusammenfassung und Verabschiedung
Prof. Dr. med. Johannes Gostomzyk, LZG
15:30 Ende der Veranstaltung

Wichtige Impulse

"Wir möchten wissen, ob und wie Gesundheit in einem Quartier gelebt wird. Welche Möglichkeiten birgt die Nachbarschaft für Gesundheit?" Unter diese Leitgedanken hatte der LZG-Vorsitzende Prof. Johannes Gostomzyk das Fachgespräch des ZfB in der NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen gestellt.

Nachbarschaft - Verhaltens- und Verhältsnisprävention

Eine zentrale Rolle für die Gestaltung einer lebendigen, gesundheitsförderlichen Nachbarschaft in dem neuen Wohnquartier, in dem inzwischen mehr als 5.000 Menschen leben, spielt bürgerschaftliches Engagement. Zahlreiche kulturelle und sportliche bzw. bewegungsfördernde Angebote sprechen unterschiedliche Altersgruppen an. Ganz überwiegend leben Familien mit jüngeren Kindern am Ackermannbogen, aber auch ältere Menschen schätzen das Quartier. Die Projektgruppe "Älwa" - "Älter werden am Ackermannbogen" arbeitet daran, die Wohn- und Lebensbedingungen entsprechend zu gestalten.

Bürgerschaftliches Engagement alleine reicht jedoch offenbar nicht aus, um Angebote in einem großen Rahmen durchzuführen, dies wurde in dem Fachgespräch deutlich. Am Ackermannbogen arbeitet Heidrum Eberle in der NachbarschaftsBörse im Rahmen einer halben, befristeten Stelle hauptamlich für die Aktivitäten im Quartier.

Wie wichtig die Gestaltung des öffentlichen Raums für den Erhalt der Mobilität im Alter und damit für die Teilhabe an der Gesellschaft ist, verdeutliche Prof. Bernhard Meyer, Griesheim. Er stellte das Konzept der "BeSITZbaren Stadt" vor, in der unter anderem an von Senioren häufig frequentierten Orten Möglichkeiten für kurze Ruhepausen eingerichtet wurden, die ihr Gefühl der Sicherheit unterwegs erhöhen.

Heinz Roller, Leiter des Altenheims St. Georg in Schrobenhausen, präsentierte erste Überlegungen für die Einrichtung eines Zentrums für Bewegungsförderung in der Kommune, die aus der ersten Fachtagung des ZfB im Februar 2011 hervorgegangen sind.

Das Fachgespräch hat weitere wichtige Anregungen für die bewegungs- und kommunikationsfördernde Gestaltung von Lebenswelten gegeben, ganz im Sinne der Ottawa-Charta der WHO (1986): "Gesundheit entsteht dort, wo Menschen spielen, lernen, arbeiten und lieben."

Beiträge des Fachgesprächs

Die besitzbare Stadt – Öffentlicher Raum und individuelle Sicherheit

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Prof. Bernhard Meyer, Griesheim

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Mensch beweg dich – Bewegung ist Leben

Vorschaubild

Bewegung als ganzheitlicher Ansatz am Beispiel des Beschäftigungs-Programms im Altenheim St. Georg, Schrobenhausen
Heinz Roller, Schrobenhausen

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