Gesunde Hochschule
Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements für Studierende und Beschäftigte an der Hochschule Coburg
Anlass
Rund 4.000 Studierende sind an der Hochschule Coburg eingeschrieben, an den sechs Fakultäten arbeiten ca. 330 Beschäftigte. Die Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit erhob 2007 in einer online-Befragung das Gesundheitsverhalten der Hochschulangehörigen. Davon ausgehend und durch weitere Initiative aus dem Studiengang "Integrative Gesundheitsförderung" entstand die Idee, die Hochschule Coburg zu einer gesunden Hochschule zu entwickeln.
Die Herausforderungen dafür sind vielseitig: Hochschulen unterliegen einem Prozess ständiger Veränderungen, mehrere Zielgruppen mit unterschiedlichen Anforderungen und Belastungen treffen aufeinander. Betriebliches Gesundheitsmanagement kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um motivierte und leistungsfähige Studierende und Mitarbeitende als wichtigste Ressource einer Hochschule zu erhalten.
Projektziele
"Gesunde Hochschule werden, sein und gemeinsam leben" ist das Oberziel des Projektes. Damit einher geht die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) als Querschnittsaufgabe und Organisationsentwicklungsprozess unter gleichwertiger Einbeziehung der Zielgruppen Studierende und Beschäftigte.
Umsetzung
Für das Projekt wurde ein strukturiertes Vorgehen im Sinne des BGM gewählt (Projektmanagementzyklus). Zur Steuerungsgruppe gehören Vertreter der Hochschulleitung, des Studienganges Integrative Gesundheitsförderung, des Personalrats, die Familien- und Gleichstellungs- sowie die Frauenbeauftragte, der Sicherheitsingenieur, eine Vertreterin der Belegschaft und zwei Vertreter der Studierenden. Gesundheitsförderung wurde im Leitbild der Hochschule verankert.
- Ein Video-Clip, der allen Hochschulangehörigen per Rundmail zugänglich gemacht wurde, stellt das Projekt vor. Information auch über die Homepage der Hochschule. Erarbeitung des Logos "Gesunde Hochschule – Damit es uns gut geht".
- Analysephase im Herbst 2010: Befragung der Beschäftigten ("Impuls-Test") und der Studierenden ("Gesundheitscafé"); Auswertung und Maßnahmenplanung
- "Kick-off"-Veranstaltung im Mai 2010. In der aktuellen ersten Umsetzungsphase wurden verhaltenspräventive Maßnahmen wie u.a. die bewegte Mittagspause, diverse Kursangebote (Bewegung, Stressmanagement, Lernstrategien), Mobile Massage, Kochkurse, Gesundheitstage realisiert. Weitere Themen sind die Verbesserung des Verpflegungsangebots und die konzeptionelle Ausgestaltung eines Raumes der Stille.
- Im Wintersemester 2011/12 werden unter dem verhältnispräventiven Aspekt Themen der Personalentwicklung aufgegriffen (Führungsverhalten, Mentorenprogramme für neue Beschäftigte)
Die Aktivitäten sind in ein festes Programm eingebettet, z.B. wird das Thema des Gesundheitstages 2011 "Ergonomie am Arbeitsplatz" im kommenden Jahr in Form von Nachschulungen und Follow-ups aufgegriffen.
Dokumentation: Projektbericht, Plakate
Ressourcen, Finanzierung
Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK), mit der mit der eine paritätische Finanzierung des Projekts in der Implementierungsphase vereinbart wurde. Weitere Mittel stammen aus Studiengebühren. Für die Projektarbeit wurde von der Hochschule eine hauptamtliche Koordinierungsstelle eingerichtet, zudem steht eine wissenschaftliche Fachleitung zur Verfügung. Die TK begleitet das Projekt auch durch Beratung und Moderation. Weitere Partner: Volkshochschule Coburg Stadt und Land, Studentenwerk Oberfranken
Kommentar im Projekt
"Das Projekt Gesunde Hochschule verfolgt einen ganzheitlichen und partizipativen Ansatz. Ziel ist es, nicht einzelne gesundheitsfördernde Angebote auf den Weg zu bringen, sondern einen Prozess der Organisationsentwicklung anzustoßen, der Gesundheitsförderung als Querschnittsausgabe versteht. Als selbstverständliches Element soll sie Einzug in Hochschulstrukturen erhalten … Durch die Kooperation mit der Techniker Krankenkasse steht der Hochschule eine wertvolle externe Expertise zur Verfügung"... "Bayernweit gesehen hat die Hochschule Coburg eine Vorreiterrolle inne … Auch hat die Hochschule entsprechende personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt, was deutschlandweit nur bei einer geringen Anzahl von Hochschulen der Fall ist."
Kontakt
Hochschule Coburg
Ansprechpartnerin: Stefanie Thees
Friedrich-Streib-Straße 2, 96450 Coburg
Tel. 09561-317-291, Fax 09561-317-524
thees@hs-coburg.de
www.hochschule-coburg.de/gesundheit
Stand der Projektinformation: August 2011


