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3. Bayerisches Forum Suchtprävention

Migrationserfahrungen, insbesondere das Gefühl von Entwurzelung und Orientierungslosigkeit, können einen Einstieg in den Drogenkonsum begünstigen. Die besorgniserregende Entwicklung bei Spätaussiedlern aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion war Thema des 3. Bayerischen Forums Suchtprävention vom 19. bis 21. November 2001 in Leitershofen.

Sucht und Migration
Suchtprävention und -arbeit mit Menschen aus der GUS

Immer mehr Betroffene aus der Gruppe der Spätaussiedler suchen im System der Suchthilfe in Bayern Beratung und Unterstützung - oft mit großer zeitlicher Verzögerung, bedingt durch Unkenntnis, Misstrauen, Zurückhaltung und Scham. Die Fachkräfte der Suchtprävention erörterten den Zusammenhang zwischen Sucht und Migration, die Lebenssituation jugendlicher Aussiedlerinnen und Aussiedler und damit verbundene Risikofaktoren.

Welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es? Die auf dem Forum vorgestellten Konzepte und praktischen Erfahrungen aus zielgruppenspezifischer und muttersprachlicher Prävention zeigen Wege auf. Sie basieren auf der Überzeugung, dass die Suchtprävention dann am erfolgreichsten ist, wenn sie die aktuelle Situation sowie den mitgebrachten Erfahrungshintergrund des Hilfesuchenden, sein Wert-Norm-System und seine Kenntnisse berücksichtigt.

Alle Beiträge des 3. Bayerischen Forums Suchtprävention sind dokumentiert in Band 2 der Reihe Berichte und Materialien der LZG. Die Themen im Einzelnen:

  • Sucht und Migration – ein Zusammenhang (Dietmar Czycholl, Drogenhilfe Tübingen e.V.)
  • Zum Lebenskontext jugendlicher Aussiedler/innen (Barbara Dietz, Osteuropa-Institut München)
  • Projekt Suchtprävention und -beratung für junge Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler (Eva Kohl, Diakonisches Werk Duisburg, Jugendgemeinschaftswerk)
  • Modellprojekt Drogen: Vernetzung und Prävention (Viktor Betger, Christliches Jugenddorfwerk e.V. Bodensee-Oberschwaben)
  • Arbeit mit MigrantInnen aus der GUS, die illegale Suchtmittel konsumieren – am Beispiel der mudra Drogenhilfe Nürnberg (Kay Osterloh, mudra – Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V., Nürnberg)
  • Migration und Suchtprävention in Deutschland – Erfahrungen und Perspektiven (Ramazan Salman, Ethno-Medizinisches Zentrum e.V., Hannover)
  • Drogenprävention bei jugendlichen SpätaussiedlerInnen. Workshop (Heinz Ausobsky, Kay Osterloh, mudra – Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V., Nürnberg)
  • Geschlechtsspezifische Präventionsarbeit für MigrantInnen. Workshop (Gabi Dobusch, Büro für Suchtprävention, Hamburg)
  • Vernetzung und Suchtprävention auf regionaler Ebene. Workshop (Viktor Betger, Christliches Jugenddorfwerk e.V. Bodensee-Oberschwaben, Katharina Junemann, Arbeiterwohlfahrt Nürnberg)
  • Case-Management in der Sucht- und Drogenhilfe – Ergebnisse des Kooperationsmodells Nachgehende Sozialarbeit. Workshop (Günter Schlanstedt, FOGS Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich, Köln)
  • Interkulturelle Kompetenz. Workshop (Edwin Semke, Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft, München)

Sucht und Migration – Suchtprävention und -arbeit mit Menschen aus der GUS

Drittes Forum Suchtprävention der LZG

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Migrationserfahrungen, insbesondere das Gefühl von Entwurzelung und Orientierungslosigkeit, können einen Einstieg in den Drogenkonsum begünstigen. Wie kann dem vorgebeugt werden, welche Angebote gibt es für Betroffene?

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