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4. Bayerisches Forum Suchtprävention

Etwa 5 Prozent der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland, so wird geschätzt, leiden an Ess-Störungen. Betroffen sind vor allem Mädchen und junge Frauen, deutlich seltener Jungen und Männer. Welche Ursachen gibt es? Wie kann vorgebeugt werden? Und wo finden Betroffene Hilfe? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des 4. Forums Suchtprävention der LZG vom 19. bis 21. November 2002 in Leitershofen.

Ess-Störungen

Ess-Störungen sind schwerwiegende psychische Erkrankungen mit Suchtcharakter, die verborgen gehalten werden. Ihre Ursachen sind bis heute nicht eindeutig bekannt. Neben einer genetischen Veranlagung sind offenbar persönliche Eigenschaften des Betroffenen, Eigenschaften seiner Familie und Eigenschaften der Gesellschaft (soziokulturelle Faktoren) an der Entstehung beteiligt.

Die Behandlung von Ess-Störungen ist oft schwierig, langwierig und nicht immer erfolgreich. Die Chance, auf Dauer wieder zu einem sinnvollen Essverhalten zurückzufinden und eine chronische Erkrankung zu vermeiden, ist um so größer, je früher therapeutische Behandlung aufgesucht wird. Es gilt, Ess-Störungen wenn irgend möglich zu verhindern, Betroffene so früh wie möglich zu erkennen und sie von der Notwendigkeit einer Behandlung zu überzeugen.

Alle Beiträge des 4. Bayerischen Forums Suchtprävention sind dokumentiert in Band 3 der Reihe Berichte und Materialien der LZG. Die Themen im Einzelnen:

  • Ess-Störungen: Ein Konzept für die Gruppenpsychotherapie (Monika Gerlinghoff, Herbert Backmund, TCE – Therapiecentrum für Ess-Störungen, München)
  • Wer is(s)t hier eigentlich normal? Prävention von Ess-Störungen bei Mädchen und jungen Frauen (Anja Wilser, MädchenGesundheitsLaden e.V., Stuttgart)
  • Praktische Umsetzung in der Prävention von Ess-Störungen (Ingrid Mieck, Sabine Sinnhuber, Susanne Schüll, ANAD e.V., Psychosoziale Beratungsstelle bei Ess-Störungen, München)
  • Das Beratungsgespräch bei Ess-Störungen (Ingrid Mieck, Aktionskreis Ess- und Magersucht Cinderella e.V., München)
  • Körper, Macht, Geschlecht (Gitta Mühlen Achs, Ludwig-Maximilians-Universität München, Department Psychologie/Sozialpsychologie)
  • Sekundärprävention: Neue Perspektiven für die Beratung riskant (drogen-) konsumierender Jugendlicher (Kordula Marzinzik, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften)
  • Qualitätsstandards in der Präventionsarbeit (Michael Lubinski, Referat für Umwelt und Gesundheit, Suchtkoordination, München)
  • Interaktive Methoden zur Prävention von Ess-Störungen. Workshops (Susanne Schüll, ANAD e.V., Psychosoziale Beratungsstelle bei Ess-Störungen, München, Sabine Schoberth-Bernard, Aktionskreis Ess- und Magersucht Cinderella e.V., München)
  • Essen – Last oder Lust? Workshop (Claudia Burmeister, Frauengesundheitszentrum e.V., Regensburg)
  • Geschlechtsspezifische Aspekte des Suchtverhaltens und der Prävention. Suchtprävention unter dem Gender-Aspekt. Workshop (Anne Fromm, Wolfram Saska-Weiß, Präventionsprojekt INSIDE, Condrobs e.V., München)
  • Prävention bei Kindern suchtkranker Eltern. Die Blauvögel. Workshop (Angelika Kern, Peter Zarling, Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und deren Angehörige, Bamberg)
  • Prävention bei Kindern suchtkranker Eltern. Kind – S(s)ucht – Familie. Workshop (Jürgen Bergfeld, Gesundheitsamt Landsberg/Lech)

Ess-Störungen

Viertes Bayerisches Forum Suchtprävention der LZG

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Ess-Störungen sind schwerwiegende psychische Erkrankungen. Der Band stellt primäre und sekundäre Maßnahmen der Prävention vor und gibt Arbeitsanregungen für den Unterricht.

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