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Kinderarmut als Gesundheitsrisiko

Soziale Ungleichheit gefährdet gesunde Entwicklungen. Zahlreiche sozio-epidemiologische Studien analysieren und quantifizieren wissenschaftlich, was in Kindertageseinrichtungen und Schulen zu beobachten ist und was Armuts- und Sozialberichte nahelegen. Kinder aus sozial schwachen Familien unterliegen erhöhten Gesundheitsrisiken. Die Tagung "Kinderarmut und Gesundheit" am 6. November 2008 in München gab Anregungen zu korrigierendem Handeln für alle, die mit Kindern arbeiten.

Die mit der Betreuung von Kindern befassten Personen haben keinen unmittelbaren Einfluss auf die Politikfelder, aus denen im gesamtgesellschaftlichen Interesse die sozialen Determinanten von Gesundheit wie Einkommen, Bildung, Arbeit, Ernährung, Umwelt u.a. organisiert werden sollen. Aber sie können in ihrer täglichen Arbeit bei betroffenen Kindern zum Abbau ungleicher Gesundheitschancen beitragen, wenn sie lebensweltnah und gezielt den Zugang zur Gesundheitsversorgung bahnen, d.h. das Inanspruchnahmeverhalten und die Selbstwirksamkeitserwartungen der Eltern stärken, die psychosoziale Entwicklung einschließlich Bildung der Kinder gezielt fördern und auch die eigene Einrichtung im Sinne der Verhältnisprävention gesundheitsförderlich entwickeln.

Prof. Dr. Johannes Gostomzyk, LZG

Alle Beiträge des Forums Gesundheitliche Chancengleichheit "Kinderarmut und Gesundheit" sind dokumentiert im Sonderheft 1/2008 der LZG-Informationen "Gesund in Bayern". Die Themen im Einzelnen:

  • Kinderarmut und Gesundheit (Prof. Dr. med. Johannes Gostomzyk, LZG)
  • Armut und Lebenslagen von Kindern – Problemfelder und Handlungsperspektiven (Prof. Dr. Peter Franz Lenninger, Katholische Stiftungsfachhochschule München)
  • Effektive Gesundheitsförderung als Strategie gegen Kinderarmut (Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.)
  • Präventionsstützpunkt "Gesundheitliche Chancengleichheit" im Regionalen Knoten Bayern (Prof. Dr. med. Johannes Gostomzyk, Iris Grimm, Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V.)
  • Gesundheitliche Chancengleichheit als Thema in der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften (Prof. Dr. Angela Gosch, Hochschule München, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften)
  • Entwicklung von Armutskompetenz in der Beratung, Betreuung und gemeinwesenorientierten Arbeit bei den Trägern der Freien Wohlfahrt (Fritz Blanz, Diakonisches Werk Bayern)
  • Soziale Lage und frühe Förderung von Kindern in Bayern (MDgtin Johanna Huber, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
  • Gesundheitsversorgung für Kinder ohne Krankenversicherung: Ein Modellprojekt (Dr. Peter Schwick, Marion Chenevas, Ärzte der Welt e.V., München)

Kinderarmut als Gesundheitsrisiko

GiB-Sonderheft 2008-1

Vorschaubild

Dokumentation des Forums Gesundheitliche Chancengleichheit des Regionalen Knotens Bayern in der LZG im November 2008

PDF (1,8 MB)