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Ein kommunales Zentrum mit regionaler Perspektive

Körperliche, geistige und soziale Mobilität im Alter möglichst lange und miteinander verbunden erhalten: Wie können Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen? In Schrobenhausen wird ein Modellprojekt auf den Weg gebracht.

Die ZfB-Tagung "Körperlich bewegen und sozial aktiv - Die Zeit nach dem Berufsleben" hatte den Anstoß gegeben, inzwischen sind die ersten Schritte schon zurückgelegt: In Schrobenhausen wird am Konzept eines lokalen Zentrums für Bewegungsförderung gearbeitet. Das ZfB Bayern in der LZG ist beratend und organisatorisch beteiligt.

Leitgedanke ist ein koordinierendes Zentrum, eingebettet in das seniorenpolitische Konzept der Kommune und möglicher Ausstrahlung in die Region.

Planungsgrundlage

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen als Modellregion gibt die Entwicklung der Bevölkerungszahlen eine feste Planungsgrundlage. Aktuell weist das Bayerische Landesamt für Statistik für den Landkreis 13.700 Menschen im Alter zwischen 60 und 75 Jahren aus und 7.000 Einwohner über 75 Jahre.

Nach der Berechnung der regionalen Bevölkerungsentwicklung für das Jahr 2028 steigen die Zahlen auf 19.800 (144%) bzw. 10.500 (150%) Personen der jeweiligen Altersgruppe. Rechtzeitig organisierte Gesundheitsförderung kann zur Bewältigung der daraus entstehenden Aufgaben beitragen.

Grundidee ist die „Ganzheitlichkeit“ des Menschen

Körperliche, geistige und soziale Mobilität sollen möglichst lange und miteinander verbunden erhalten bleiben. Wichtig ist die Unterscheidung der Zielvorstellungen von Sport einschließlich Gesundheitssport, von Beweglichkeit (Mobilität) und von Körperkraft in Bezug zur jeweiligen Lebensphase.

Muskuläre Kraft ist eine notwendige Voraussetzung für physische Mobilität und Bedingung für soziale Teilhabe und Lebensqualität. Ermunterung und Teilnahme an entsprechenden Angeboten beugt Einschränkungen sozialer Kontakte und Einsamkeit vor. Heinz Roller, Leiter des Schrobenhausener Alten- und Pflegeheims St. Georg, hatte beim ZfB-Fachgespräch "Bürger bewegen Bürger" eindrucksvoll die Bedeutung von Kraftübungen auch für Menschen in Pflegeeinrichtungen demonstriert.

Lokale Bestandsaufnahme

Als erstes Ergebnis der Gespräche des Schrobenhausener Bürgermeisters Dr. Karlheinz Stephan mit interessierten Partnern in der Gemeinde und mit Vertretern der LZG ist eine lokale Bestandsaufnahme vorgesehen.

Mit Hilfe der Gemeinde werden Adressen und Ansprechpartner von Vereinen, Senioren- und Freizeitangeboten, Arztpraxen usw. einschließlich eventueller Gebühren aufgelistet. Daraus soll ein spezifischer Stadtplan gestaltet werden, der es älteren Menschen leichter macht, für sie interessante Adressen zu finden. Der Plan soll auch an bereits bestehende Angebote erinnern, die Teilnahme erleichtern und gleichzeitig die wohnortnahe Alltagsmobilität fördern.

Die Bestandsaufnahme dient auch zur Bedarfsanalyse und Standortbestimmung für ein zukünftiges kommunales ZfB für ältere Menschen, unabhängig davon, ob sie in der eigenen Wohnung oder in Einrichtungen leben.