Startseite > Presse > Innovative Ideen, beispielhafte Leistungen: Bayerischer Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis 2012

Pressemitteilung

Innovative Ideen, beispielhafte Leistungen: Bayerischer Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis 2012

14. Dezember 2012

Innovative Ideen und beispielhafte Leistungen
11. Bayerischer Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis (BGPP) verliehen

Gesundheit in allen Lebenswelten: Unter diesem Motto steht der Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis 2012, für den heute die Preise vergeben wurden. 80 Projekte aus ganz Bayern hatten sich um die Auszeichnungen beworben, die vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung, von der Landeszentrale für Gesundheit e.V. (LZG) und dem Bayerischen Gesundheitsministerium vergeben werden.

„In der Gesamtschau der Einreichungen zum BGPP 2012 stehen der Monotonie der Präventionsthemen wie Ernährung, Bewegung, Stressreduktion, Teilhabe usw. eine hohe Originalität und Kreativität in der Umsetzung gegenüber“, urteilt der LZG-Vorsitzende Prof. Dr. Johannes Gostomyzk. Die Preisträger sind:

1. Preis: „Zur Mutter der eigenen Eltern werden ist nicht leicht.“

Präventive Angebote der Angehörigenberatung Nürnberg e.V. für pflegende Töchter demenzkranker Eltern, eine gesundheitlich und psychisch oft belastete, aber gesellschaftlich leicht übersehene Gruppe.

2. Preis: „Universitäre Aufklärung Depression“

Das Pilotprojekt an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bamberg sensibilisiert Studierende der Betriebswirtschaftslehre für das Thema Depression, damit sie eigene Belastungen wahrnehmen, Berührungsängste mit Betroffenen abbauen und als künftige Führungskräfte eine offene Haltung in die Arbeits- und Familienwelten tragen.

3. Preis: „Muttersprachliche Hörtexte für migrierte Analphabetinnen in der Prostitution“.

Das Projekt der Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Infektionen im Gesund-heitsamt der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit Kassandra e.V. nutzt sehr erfolgreich neue Zugangswege, um schwer erreichbare Gruppen über Präventionsthemen zu informieren.

Der Sonderpreis „Gesundheit für Menschen mit Migrationshintergrund“ geht an das Münchner Projekt „Freudentanz – Das grenzenlose Tanzprojekt“, das Flüchtlings- und Migrantenkindern Bewegung, soziales Miteinander, Hilfe zur Selbsthilfe und Anerkennung ermöglicht. Es wird getragen durch großes ehrenamtliches Engagement und die ALVENI Be-ratungsstelle für Flüchtlinge des Caritasverbandes des Erzdiözese München-Freising e.V.

Acht weitere Projekte erhalten Belobigungen für Gesundheitsförderung und Prävention:

  • Cool & Sicher! Eine landesweite Präventionskampagne zur Verhütung von Ertrinkungsunfällen für Kinder (DLRG-Jugend Bayern)
  • ?Frauenfragen – Frauenwissen! Workshops zur Gesundheit für Frauen aus aller Welt in Integrationskursen (Staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen, Evangelisches Beratungszentrum München)
  • Forum Beckenbodengesundheit. Informationen und Training zur Prävention von Inkonti-nenz für Frauen und Männer in Mühldorf am Inn (Volkshochschule Mühldorf am Inn e.V.)
  • Gi-Kitas. Gesund aufwachsen, gesund arbeiten und wohlfühlen in Kindertagesstätten im Landkreis Coburg (Landratsamt Coburg in Kooperation mit der Hochschule Coburg)
  • Kinderleicht – Zukunft. Von Anfang an. Unterstützung und Prävention für Kinder sucht- oder psychisch kranker Eltern in einem grenzübergreifenden Projekt in Garmisch-Partenkirchen und Tirol (Caritas-Zentrum Garmisch-Partenkirchen)
  • ina – Interkulturelles Netz Altenhilfe. Integration von älteren pflegebedürftigen und von Pflegebedürftigkeit bedrohten Migranten und ihren Angehörigen (SIC – Gesellschaft für Forschung, Beratung, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement mbH, Augsburg)
  • Safer Sex im Multiplex. „Edutainment“ in der HIV-Prävention mit Jugendlichen (Münchner Aids-Hilfe e.V.)
  • Standfest und fit durchs Leben. Sturzpräventionstraining für ältere Frauen und Männer auf dem Land (Land- und forstwirtschaftliche Sozialversicherung Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben)

Alle Projekte des Wettbewerbs werden in Kurzfassungen vorgestellt in Band 25 der LZG-Schriftenreihe, der kostenfrei bei der Landeszentrale zu beziehen ist. Seit der ersten Ausschreibung des Bayerischen Gesundheitsförderungs- und Präventionspreises im Jahr 2002 erwächst aus den Wettbewerbsbeiträgen ein „Netzwerk Prävention“. Es verzeichnet mehr als 500 Projekte zu Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern, die wertvolle Anregungen für alle bieten, die Präventionspläne schmieden oder Anknüpfungspunkte suchen.