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Starker Wille statt Promille

Neue Wege in der Prävention von Alkoholmissbrauch: Im April 2012 startet die LZG gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit ein multimediales Programm für Jugendliche und junge Erwachsene. Nach einer Testphase in ausgewählten Landkreisen wird "Starker Wille statt Promille" zu Beginn des Schuljahres 2012/13 bayernweit verfügbar sein.

"Mädels-Abend" oder "Guitar Hero"? Zur Party oder nach Hause fahren? Noch etwas trinken oder ...? Was ist deine Entscheidung und welche Folgen hat sie für dich und andere? Das Projekt "Starker Wille statt Promille", kurz "SWSP", geht in mehrfacher Hinsicht neue Wege, um Jugendliche und junge Erwachsene zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu motivieren.

  • "Starker Wille statt Promille" nutzt die Möglichkeiten Neuer Medien und ist damit mitten in jugendlichen Lebenswelten: Interaktive Videoclips von, für und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen machen Alkohol zum Thema – entweder in vorbereiteten Clips zum Anschauen und Weiterdiskutieren oder über die Produktion eigener Geschichten, die im "SWSP-Kanal" auf der Internetplattform YouTube mit anderen im Projekt geteilt werden.
  • "Starker Wille statt Promille" stellt nicht alkoholbedingte Risiken in den Mittelpunkt, denn dazu gibt es bereits verschiedene Informationskampagnen. Zentrale Frage sind vielmehr Entscheidungsprozesse, die dem Alkoholkonsum Jugendlicher vorangehen ("Motivorientierte Intervention"): Wie kommt es dazu, wer verhält sich wie, aus welchem Grund – und welche Alternativen gibt es?
  • "Starker Wille statt Promille" wurde und wird gemeinsam mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Multiplikatoren gestaltet ("Partizipation"). Dies macht die Inhalte authentisch und regt zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit dem Alkoholkonsum an ("Empowerment").

„Starker Wille statt Promille“ ist eine Lehr- und Lernumgebung, die in Schule oder Jugendarbeit je nach Konsumerfahrung der Jugendlichen, Zeitbudget und aktuellen Anlässen flexibel eingesetzt werden kann.

Betreut und koordiniert wird "Starker Wille statt Promille" durch ein Projektteam bei der LZG. Entwickelt wurde das Programm von Uwe Stritzel und Lothar Riemer gemeinsam mit Jugendlichen in Bamberg, begleitet von der Theaterpädagogin Anja Simon und Martin Heyn. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit fördert das Projekt im Rahmen der Initiative Gesund.Leben.Bayern.

Ein Hinweis zum Datenschutz: Soziale Netzwerke, die auch "Starker Wille statt Promille" nutzt, stehen bei Jugendlichen hoch im Kurs und manch einer gibt dort mehr persönliche Informationen preis, als gut ist. "Starker Wille statt Promille" weiß um diese Gefahr und informiert Jugendliche und Pädagogen eingehend darüber. Außerdem wird jeder Clip und jeder Kommentar zum Projekt, der veröffentlicht wird, von erfahrenen Sozialpädagogen geprüft und nur freigegeben, Nur wenn die Inhalte in keiner Form belastend oder kompromittierend für die Jugendlichen sind und der Intention des Projektes entsprechen.