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Was tun, wenn die Hitze kommt?

Informationsveranstaltungen für Senioren in der Gemeinde

Anlass

Der extrem heiße Sommer 2003 in Europa hat nach Einschätzung der WHO in allen betroffenen Ländern zusammen etwa 30.000 zusätzliche Todesopfer gefordert. Ähnliche Hitzewellen können im Sommer jederzeit wieder auftreten. Gefährdet sind besonders ältere Menschen, vor allem durch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr. Ursachen können unter anderem ein vermindertes Durstgefühl, mangelnde Gewohnheit und/oder Schwierigkeiten beim Getränkeeinkauf sein.

Projektziel

Ältere Menschen sollen über die Gefahren großer Hitze und Möglichkeiten der Vorbeugung informiert werden. Ergänzung des persönlichen Wissens durch einen Vortrag, der im Rahmen regelmäßiger Treffen in der Kirchengemeinde stattfindet. Erreicht werden sollen ein besseres Gesundheitsbewusstsein und die Entwicklung persönlicher Kompetenzen besonders hinsichtlich des Verhaltens bei Hitze, Verhaltensänderung im Sinne einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme.

Umsetzung

Der Vortrag "Was tun, wenn die Hitze kommt?" wird im Rahmen von regelmäßig stattfindenden "Altenclubs" bzw. Seniorenkreisen angeboten. Information der Teilnehmer über gesundheitsförderndes Verhalten bei großer Hitze. Verständliche, einfach gestaltete Präsentation des Themas anhand von Folien.

  • Bis zum Ende des Jahres 2005 wurden die Beauftragten für Seniorenarbeit der rund 50 evangelischen Kirchengemeinden im Dekanat Nürnberg angeschrieben, um das Thema in die Jahresplanungen für 2006 aufnehmen zu können.
  • Im Frühjahr/Sommer 2006 wurden fünf Vorträge gehalten (in vier Kirchengemeinden sowie in der Seniorenakademie der Stadt Nürnberg) und damit rund 120 Personen erreicht. Die Teilnahme am Vortrag ist für die Senioren kostenfrei.
  • Für den kommenden Sommer sollen weitere Anbieter der offenen Altenarbeit angeschrieben werden, um den Zuhörerkreis zu vergrößern. Der Vortrag kann vervielfältigt und damit auch anderen Dozenten in anderen Regionen zur Verfügung gestellt werden.

Dokumentation: Anschreiben an die Beauftragten für Seniorenarbeit der evangelischen Kirchengemeinden im Dekanat Nürnberg, Auszug aus dem Gemeindebrief der Epiphaniaskirche in Nürnberg

Ressourcen

Die Vorträge erfolgen im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit als Dozent für Gesundheit und Pflege. Bezahlung nach den Vorgaben und Sätzen der Kirchengemeinde.

Kommentar im Projekt

"Eine direkte Evaluation ist nicht möglich. Dazu müssten die Todesrate im Einzugsgebiet mit den vergangenen Jahren und der Temperaturbelastung der Bevölkerung verglichen werden. Ebenso wie die Einsatzhäufigkeit von Rettungswagen und Notärzten. So verbleibt nur ein Hinweis auf positive Rückmeldungen, die nach den Vorträgen direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt von einzelnen Teilnehmern gegeben wurden ... Je nach Gruppenleitung ergibt sich eine Diskussion, bei der vor allem Teilnehmerbeiträge aufgenommen werden und allen Zuhörern zugänglich gemacht werden können."

Kontakt

Hans-Martin Arnold
Austraße 130, 90429 Nürnberg
Tel. 0911-24031552, 0171-1475114
ffm65@t-online.de

Stand der Projektinformation: 2006